TK legt Depressionsatlas 2015 vor: Ein Fünftel der Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen


(kb) Die Techniker Krankenkasse (TK) hat Ende Januar 2015 den Depressionsatlas Deutschland veröffentlicht. Dabei hat die TK erstmals Krankschreibungen aufgrund von Depressionen auch auf lokaler Ebene ausgewertet. Die höchsten Fehlzeiten gibt es in Merzig-Wadern im Saarland mit durchschnittlich 1,7 Fehltagen pro Kopf sowie in Lübeck, Neumünster, Bad Segeberg, Duisburg, Gelsenkirchen, Herne, Bielefeld und Oberhavel (jeweils 1,6). Bei guter seelischer Gesundheit ist man dagegen offenbar in Greiz im Vogtland mit nur 0,2 depressionsbedingten Fehltagen und im oberfränkischen Kulmbach (0,3 Tage).

Die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen sind damit deutlich gestiegen. Nachdem die Fehlzeiten 2013 im Vergleich zu allen Vorjahren erstmals nicht weiter zugenommen hatten, wurde für 2014 wieder ein Anstieg von 0,2 Tagen pro Kopf verzeichnet. Von den 14,8 Fehltagen entfielen 2,8 Tage auf psychische Störungen. Damit geht ein Fünftel der gesamten Fehlzeiten auf seelische Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen zurück.

Im Durchschnitt 14,8 Tage waren Erwerbstätige (dazu zählen Beschäftigte und ALG-I-Empfänger) in Deutschland 2014 krankgeschrieben. Dies entspricht einem Krankenstand von 4,05 %, der damit 0,9 % höher liegt als im Vorjahr. Der Anstieg ist mit der längeren Dauer der Krankschreibungen zu erklären. 13,3 Tage fehlten Erwerbstätige in Deutschland im Krankheitsfall. Damit ist die durchschnittliche Dauer um 4,5  % (12,9 Tage in 2013) gestiegen.

Weitere Infos auf der Homepage der Techniker Krankenkasse: www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/696244/Datei/139131/Depressionsatlas_2015.pdf


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