BKK Gesundheitsatlas: Gesundheit in den Regionen - Blickpunkt Psyche


Der BKK Gesundheitsatlas 2015 legt den Fokus auf psychische Erkrankungen, insbesondere auf Depression und Burn-out-Syndrom. Dazu wurden BKK-Versicherten-daten von rund 4,3 Millionen beschäftigten Versicherten hinsichtlich regionaler Unterschiede hinsichtlich der Erkrankung und den daraus resultierenden Fehlzeiten analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass ungefähr 15 % aller AU-Tage durch psychische Störungen bedingt sind. Die am häufigsten genannte Ursache waren die affektiven Störungen (46,2%). Zudem verursachen psychische Störungen auch die längsten Krankheitsdauern (ca. 40 Krankheitstage). Frauen sind insgesamt häufiger krankgeschrieben als Männer und auch häufiger aufgrund von psychischen Störungen (v.a. Depression und Burn-out). Dementsprechend fallen bei Frauen auch mehr krankheitsbedingte Ausfallzeiten an. Am häufigsten und längsten sind Personen kurz vor der Berentung krankgeschrieben.

Krankentage aufgrund von psychischen Störungen haben sich laut BKK seit 2003 mehr als verdoppelt. Die Falldauer bei Krankschreibung ist in zehn Jahren um 25 Prozent gestiegen. Empirische Studien zeigen jedoch keine wesentliche Zunahme psychischer Störungen. Laut BKK lässt sich dieses Ergebnis dadurch erklären, dass die Menschen ihr psychisches Leiden mittlerweile eher akzeptieren und dadurch auch häufiger Hilfe in Anspruch nehmen. Daraus folgt, dass die Menschen auch häufiger aufgrund von psychischen Störungen krankgeschrieben werden.

Außerdem zeigen sich große regionale Unterschiede bei den psychischen Diagnosen. Depressionen werden häufiger in Süddeutschland diagnostiziert als im Norden oder Osten Deutschlands. Außerdem werden in Großstädten (z.B. Berlin, Hamburg, München) häufiger psychische Störungen attestiert als in ländlichen Gegenden.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.bkk-dachverband.de/publikationen/bkk-gesundheitsatlas/
http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/arbeitsunfae-2.html

Jana Arndt

Quelle: Rosa Beilage zur VPP 3/2015


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