Bericht der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen (Rosa Beilag zur VPP 4/2016)


KV-Wahlen im Bezirk Nordrhein

Vom 1. Juli bis zum 3. August haben im Bereich der KV Nordrhein Wahlen zur Vertreterversammlung stattgefunden. Die DGVT ist mit der neu gegründeten Liste „PsychotherapeutInnen Nordrhein angetreten“, die in ihrem Programm einen besonderen Schwerpunkt auf Transparenz und fortgesetzte Mitwirkungsmöglichkeiten niedergelassener KollegInnen in der KV-Arbeit gelegt hat.

Leider ist es uns nicht gelungen, einen Sitz in der Vertreterversammlung zu gewinnen. Wir erhielten bei unserem Debüt 10,6% der Stimmen, letztlich fehlten knapp 50 Stimmen, um einen Delegierten stellen zu können. So bleibt die Zusammensetzung der Vertreterversammlung zumindest aus Sicht der PP und KJP unverändert. Drei Sitze hat das Wahlbündnis der DPtV erhalten (54,1% der Stimmen, vor sechs Jahren 64,3%), je einer ging an die Liste der DGPT (18,7%, vor sechs Jahren 18,9%) und die gemeinsame Liste von bvvp und VPP (13,3%, vor sechs Jahren als VPP-Liste 16,8%). Die ebenfalls angetretene Liste „Unabhängige Ärzte – Psychotherapeuten“ erhielt lediglich 3,3% der Stimmen und ging dementsprechend ebenfalls leer aus. Insgesamt haben 1762 der 2835 wahlberechtigten KollegInnen ihre Stimme gültig abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 62,15% entspricht (vor sechs Jahren 63,65%).

Bei der konstituierenden Sitzung der neu gewählten Vertreterversammlung der KVNO wurden auch die Beratenden Fachausschüsse gewählt. Die (PP- und KJP-) Mitglieder des Beratenden Fachausschusses für Psychotherapie sind:

Paul Dohmen, Aachen, Barbara Lubisch, Aachen, Martin Zange, Krefeld, Selina Scholz, Köln, Olaf Wollenberg, Leverkusen,Bernhard Moors, Viersen

Zum einen zeigt sich, dass die anderen Verbände sich nicht dazu entschließen konnten, eineN von der DGVT (immerhin der zweitgrößte Berufsverband für Psychologische und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen) benannteN VertreterIn in den Ausschuss aufzunehmen. Zum anderen scheint besonders bedauerlich, dass das in Sachen Psychotherapie chronisch benachteiligte Ruhrgebiet erneut nicht in diesem Gremium vertreten ist. Leider zeigte sich aber besonders der größte der anderen Verbände nicht zur Zusammenarbeit bereit.

Dennoch wollen wir unsere aktive KV-Arbeit fortsetzen und intensivieren. Auf der Mailingliste nordrhein@dgvt-bv.de, die auch Nicht-Mitgliedern offen steht, können aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert werden, auch die Arbeit dieser Mailingliste wollen wir ausbauen.

Oliver Kunz, Mülheim

 

Bericht zur KV-Wahl 2016 in Westfalen-Lippe

Im September und Oktober fanden in Westfalen-Lippe die Wahlen zur Vertreterversammlung und zu den Bezirksstellenvertretungen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe statt. Im Vorfeld waren zeit- und ressourcenintensive Vorbereitungen nötig, die uns letzten Endes ein überragendes Wahlergebnis bescherten.

Inhaltlich und auch vom personellen Tableau her wollten wir uns diesmal deutlich breiter aufstellen als in den vorangegangenen Wahlperioden, die eher durch die zur Wahl stehenden Berufsverbände bestimmt wurden. Wir wollten eine erheblich intensivere Koppelung an die Basis erreichen, weswegen wir zusätzlich zu den berufsverbandlichen Themen insbesondere die vernetzten KollegInnen vor Ort ansprechen wollten.

In der Organisation im Vorfeld gelang es so, neben den Berufsverbänden der DGVT und des VPP sowie des bvvp, der unseren Spitzenkandidaten stützte, auch die Netzstrukturen vor Ort in Bielefeld (APP), Münster und Dortmund (um nur die größten Netze zu nennen), direkt anzusprechen und entsprechende KandidatInnen zu gewinnen. Mit den VertreterInnen des Kompetenznetzwerkes der Kinder und Jugendlichen in Westfalen-Lippe waren Verhandlungen aufgenommen worden, eine gemeinsame Liste hätte von den Voraussetzungen auch gut gepasst. Der Verbund entschloss sich letzten Endes aber auf einer alternativen Liste unter Federführung der DPtV zu kandidieren.

Von den insgesamt fünf Sitzen, die zur Verteilung anstanden, errang unsere Liste zwei, die von Andreas Wilser und Judith Schild besetzt werden. Damit verdoppelten wir die Anzahl der Sitze im Vergleich zur letzten Wahl. Die beiden werden wohl auch im Beratenden Fachausschuss einen Sitz erhalten.

Ein dritter Sitz ging an die Kinder- und Jugendlichenvertretung des Kompetenznetzwerkes, auf die DPtV fielen die restlichen beiden Sitze. Die Wahlbeteiligung lag mit 65% deutlich höher als die der ärztlichen Kollegen, so dass auch hier ein starkes Signal aus unserer Berufsgruppe heraus erfolgte. In allen Bezirksstellen ist nunmehr ein/e BerufskollegIn vertreten.

Nach dem ausgesprochen fairen Wahlkampf finden sich im Augenblick die Parteien wieder, um eine nachdrückliche Interessenvertretung unserer Berufsgruppen in der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe zu gewährleisten.

Jürgen Kuhlmann


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