GesundheitsexpertInnen fordern radikale Versorgungsreform


Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat am 3. April 2017 ein Positionspapier zur Gesundheitsversorgung in Deutschland vorgestellt: „Für eine patientengerechte sektorenübergreifende Versorgung im deutschen Gesundheitswesen“. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks sagte: "Wir haben die Hoffnung aufgegeben, dass aus Modellen der Integrierten Versorgung Regelversorgung wird". Die Versorgung orientiere sich an System- und Versorgungslogiken, aber nie an den PatientInnen und an Behandlungspfaden. "Es gibt keine Anreize finanzieller Art für die Zusammenarbeit der Sektoren", kritisierte Professor Ferdinand Gerlach, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Die gleiche Leistung werde im Krankenhaus anders honoriert als in der Praxis. Eine sektorenübergreifende Bedarfsplanung, ein einheitliches Vergütungssystem und eine gemeinsame Telematikinfrastruktur sollten Bausteine einer reformierten Versorgung werden, finden die ExpertInnen.

Weitere Informationen unter http://library.fes.de/pdf-files/wiso/13280.pdf


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