Protokoll der Mitgliederversammlung des Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie – Berufsverband Psychosoziale Berufe (DGVT-BV) e. V.


Freitag, 02. März 2018
Freie Universität Berlin, Rost- und Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin-Dahlem, Hörsaal 2
Beginn: 19:45 Uhr, Ende: 20:25 Uhr
Anwesend: 32 stimmberechtigte Mitglieder

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TOP 1: Eröffnung und Wahl der Versammlungsleitung

Für den Vorstand eröffnet Wolfgang Schreck die Mitgliederversammlung und begrüßt die Anwesenden zur Mitgliederversammlung des DGVT-Berufsverbands. Er schlägt Mechthild Greive als Versammlungsleiterin vor. Die Anwesenden stimmen dem Vorschlag per Akklamation zu. Mechthild Greive nimmt die Wahl an und übernimmt die Versammlungsleitung. Mechthild Greive erläutert die Regularien und den Ablauf der Mitgliederversammlung. Zunächst stellt sie die ordnungsgemäße Einladung und die Anwesenheit von 32 stimmberechtigten Mitgliedern des DGVT-Berufsverbands fest.

TOP 2: Beschlussfassung über die Tagesordnung

Mechthild Greive stellt die Tagesordnung zur Abstimmung, die ohne Änderungswünsche beschlossen wird.

TOP 3: Beschlussfassung über das Protokoll der MV vom 31.03.2017 in Tübingen (abgedruckt in der VPP 3/2017, S. 723 ff.)

Es sind keine Änderungsvorschläge zum Protokoll eingegangen und es werden keine weiteren Änderungswünsche geäußert. Das Protokoll gilt damit als genehmigt. 

TOP 4: Bericht des Vorstands

Kostenerstattung und Projekt Kassenwatch: Judith Schild berichtet, dass das neue Projekt des DGVT-Berufsverbands „Kassenwatch“ auf reges Interesse bei den Mitgliedern stößt. Projektbeauftragte des DGVT-BV ist Dr. Felicitas Bergmann, Mitglied aus Düsseldorf. Das Ziel von Kassenwatch ist es, den Druck auf die Krankenkassen, die Kostenerstattungsanträge von Versicherten ablehnen, zu erhöhen. Darüber hinaus soll ein Austausch an Informationen über ähnlich gelagerte Fälle ermöglicht werden, um sich dann ggf. an die Verantwortlichen bei den Krankenkassen bzw. an die zuständige Dienstaufsichtsbehörde wenden zu können. Kassenwatch befindet sich  noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Eine eigene Homepage mit Informationen über das Projekt steht seit Kurzem zur Verfügung. Interessent*innen können sich auf der Homepage eintragen und werden dann über Neuigkeiten informiert. Bisher haben sich bereits 475 Interessent*innen für den Kassenwatch-Newsletter angemeldet.

Mitgliederservice und Mitgliederberatung: Judith Schild berichtet, dass der Beratungsbedarf der Mitglieder stetig steigt. Service und Unterstützung werden intensiv nachgefragt. Die Beratungen führen Kerstin Burgdorf und Barbara Köhler, Juristinnen in der Bundesgeschäftsstelle, durch. Ergänzt wird ihre Beratung durch die externen Jurist*innen Mechthild Greive, Susanne Locher-Weiß, Dr. Christian Rybak, Dr. Heike Alps und Monika Birnbaum. Der interne Mitgliederbereich wird andauernd ausgebaut. Mitglieder haben hierüber Zugang zu Muster-Formularen und für die Praxis hilfreichen Dokumenten. Der DGVT-BV stellt Mitgliedern Mustertexte für Honorarwidersprüche zur Verfügung. Diese entwickeln sich zu einem wichtigen Bereich. Mittlerweile besteht bezüglich der Honorarwidersprüche ein nahezu flächendeckendes Angebot, das stark nachgefragt wird.

Mailinglisten: Die Mailinglisten Angestellte (mit Themen wie Anstellungsverträge, Eingruppierung, Tarifverhandlungen), Niedergelassene (mit Themen wie Berufsrecht, Abrechnung, Diagnostik) und Kostenerstattung (mit Themen wie Auswirkungen der neuen Psychotherapie-Richtlinie, Umgang der Krankenkassen mit Kostenerstattung) werden sehr rege genutzt.

Mitgliederentwicklung: In der Mitgliederstatistik kann eine steile Entwicklung verzeichnet werden, u.a. auch weil Neumitglieder nur die Doppelmitgliedschaft (Mitgliedschaft in DGVT und DGVT-BV) annehmen können. Der Frauenanteil beträgt 82 Prozent.

Fragen an den Vorstand: Es wird nach dem Stand einer vom Berufsverband unterstützten Musterklage im Zusammenhang einer Kassensitznachfolge gefragt, bei der das Therapieverfahren des abgebenden Therapeuten eine Rolle spielte. Diese Klage wurde nicht weiterverfolgt, da die Erfolgsaussichten nicht ausreichend erschienen. Es gibt einen Artikel zu diesem „verlorenen“ Fall in der VPP. Kolleg*innen, die betroffen sind, können sich an die Geschäftsstelle wenden, diese ist auf der Suche nach einem neuen Fall, der inhaltlich passt. Im Rahmen dieses Austausches wird angemerkt, dass solche Entscheidungen stark davon abhängen, wie der Zulassungsausschuss besetzt ist. Besteht dieser vorwiegend aus TPler*innen, beeinflusst dies das Ergebnis für uns negativ. Deshalb sind verbindliche Kriterien sehr wichtig. Schlussendlich müsste daraus folgen, dass entweder der Zulassungsausschuss anders besetzt werden oder aber das Bundesgesetz geändert werden muss – beides wird als sehr schwierig eingeschätzt.

TOP 5 Finanzbericht des Vorstands

Wolfgang Schreck stellt das Jahresergebnis des BV dar, der einen Überschuss von etwa 71.000 Euro ausweist. Es wird angeregt, die finanziellen Spielräume dafür zu verwenden, zusätzliche Referent*innen zu beschäftigen. Diese können die fachlich-inhaltliche Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützen und sie entlasten. Der Länderrat würde eine solche Entwicklung begrüßen. Der Vorstand führt aus, dass momentan Überlegungen in diese Richtung angestellt werden. Es wird angemerkt, dass der BV im Vergleich zu anderen Berufsverbänden zu wenig präsent sei und daher nicht angemessen wahrgenommen werde. Dazu gehöre auch die Nutzung moderner Medien wie Twitter etc.

Aus dem Auditorium wird angemerkt, dass eine zukunftsfähige Planung wichtig ist und in diesem Rahmen vielleicht über höhere Mitgliedsbeiträge nachgedacht werden sollte. 

Fragen zu der Höhe der Aufwendungen für die Rechtsberatung und zu den Zahlungen des DGVT-BV an die DGVT (Nutzungsvertrag für Räumlichkeiten und maschinelle Ausstattung) werden beantwortet.

Die Kassenprüfung ergibt keine Beanstandungen. Die Prüfung des Abschlusses durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist für das Jahr 2017 noch nicht abgeschlossen, weshalb noch keine Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2017 empfohlen werden kann.

TOP 6Entlastung des Vorstands

Die Entlastung des Vorstandes wird vertagt, voraussichtlich auf die MV 2019, welche im Rahmen des Weltkongresses im Juli 2019 stattfinden wird.

TOP 7 Berichte der Kommissionen

Die Berichte liegen vor, es gibt keine Fragen an die Kommissionen.

TOP 8 Bericht des Länderrats

Der Bericht liegt vor, es gibt keine Fragen an den Länderrat.

TOP 9 Berichte der Fachgruppen und Delegierten

Von der FG Niedergelassene wird eine Zahl im Bericht korrigiert. Insgesamt wird der Wunsch geäußert, dass eine thematische Vermischung von Themen der Fachgruppen und des BVs stattfindet. Für die nächste MVen könnte die Reihenfolge gewechselt werden (erst BV dann DGVT), diese Idee wird geprüft.

TOP 10 Anträge und Satzungsänderungsanträge

Es liegen kein Antrag und kein Satzungsänderungsantrag vor.

TOP 11 Verschiedenes

Nächstes Jahr wird wegen des Weltkongresses von der DGVT weder eine Workshoptagung noch ein DGVT-Kongress durchgeführt. Die MV könnte im Rahmen des Weltkongresses (Juli 2019) stattfinden. Dadurch wäre die  Wahlperiode für den Vorstand etc. etwas länger, aber diese Planung bietet sich an. Bezüglich der Planung wird die Bitte geäußert, dass die MV nicht während der Workshops stattfinden soll. Dies wird bei der Planung versucht zu berücksichtigen, allerdings gestaltet sich dies immer schwierig, sodass mit Überschneidungen gerechnet werden muss.

 

Mechthild Greive schließt die Versammlung um 20:25 Uhr.

 

Versammlungsleiterin                                                     Mechthild Greive

                                                                        

Für den geschäftsführenden Vorstand                           Judith Schild       

                                   

Protokoll                                                                         Barbara Köhler und Isabel Lang,
                                                                                       Bundesgeschäftsstelle

 

 


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