Angestellte Psychotherapeut*innen finden ein gemeinsames Forum!

Gründung der Bundesvereinigung angestellter Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten am 14. Oktober 2018


Bei den Kammern und in der gesundheitspolitischen Fachpolitik geht es letztlich immer um die Vertretung von Interessen. Auch innerhalb der Psychotherapeutenschaft gibt es sehr unterschiedliche Interessengruppen und in verschiedenen Gremien wird immer wieder ein Interessenausgleich versucht. Insbesondere im Zusammenhang mit der Diskussion der Ausbildungsreform wurde in den letzten Jahren deutlich, dass die Positionen der Angestellten, die sich in unterschiedlichen Verbänden wiederfinden, nicht gut bzw. systematisch vertreten sind. Gelegentlich wird gesagt, dass sie und ihre Interessen in den Kammern bzw. den Delegiertenversammlungen und Vorständen ein Schattendasein führen. Das ist sicher übertrieben, aber gleichwohl: Es scheint sinnvoll, einen regelmäßigen Austausch über die Themen und die Interessen der in Institutionen beschäftigten Kolleg*innen zu schaffen – gerade in Zeiten, in denen die Strukturen der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung grundlegend diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund hat der DGVT-BV im Oktober mehrere weitere Verbände, in denen sich angestellte Psychotherapeut*innen organisieren, zu einem gemeinsamen Termin eingeladen.

Heiner Vogel, Sprecher der Angestellten-Fachgruppe des DGVT-BV, moderierte die Sitzung und konnte Vertreter von insgesamt sechs weiteren Verbänden begrüßen (BDP-Fachgruppe Klinische Psychologie in der Rehabilitation, BVKP, DPTV, DGPSF, PP/KJP in der Jugendhilfe, Ver.Di-Fachkommission PP/KJP). Weitere vier Verbände hatten Interesse angekündigt.

Die Resonanz auf die Einladung war also sehr positiv und die Teilnehmer/innen waren sich schnell einig: Es wurde eine gemeinsame Plattform von Verbänden gegründet, in der man sich regelmäßig über die gemeinsamen Anliegen austauschen und ggf. auch Absprachen im Sinne der angestellten Psychotherapeut*innen treffen kann. ‚Bundesvereinigung der angestellten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (BVAP)‘ wurde als Name gewählt und es wurde abgesprochen, dass die Organisation und die Prozesse des BVAP möglichst schlank sein und bleiben sollen. Details über die Verfahrensweisen und der (vermutlich regelmäßig wechselnden) Geschäftsführung werden bei der nächsten Sitzung beraten. Wir werden weiter berichten.

Heiner Vogel


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