DGVT-BV-FAQ: Ersatzverfahren Einlesen eGK - Online-Identifikationsverfahren


Frage:

Wie gehe ich vor, wenn ich nun im kommenden Quartal keine Chipkarten einlese, da kein persönlicher Kontakt stattfindet (Videosprechstunde)?

Wie geht das Online-Identifikationsverfahren?

Antwort:

Für den Fall, dass ein/e Patient*in nicht persönlich in die Praxis kommt und die eGK nicht eingelesen werden kann, gibt es das sogenannte Online-Identifikationsverfahren.

Als Ersatz für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Praxis haben sich die Vertragspartner auf ein Online-Authentifizierungsverfahren geeinigt. Dieses Verfahren ist in Anlage 4b zum BMV-Ärzte geregelt und dient dazu einen der Praxis unbekannten Patienten im Rahmen der Videosprechstunde zu authentifizieren.

Als unbekannt gilt ein*e Patient*in dann, wenn er/sie nicht im laufenden Quartal oder im Vorquartal Ihre Praxis persönlich besucht hat und dabei eine eGK eingelesen wurde. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein*e Patient*in nach abgeschlossener Richtlinienpsychotherapie eine Sitzung der Rezidivprophylaxe oder ein Psychotherapeutisches Gespräch als Videositzung in Anspruch nehmen möchte.

Andernfalls dürfen die im Praxisverwaltungssystem gespeicherten Versichertenstammdaten genutzt werden. Da die erforderlichen Stammdaten in der Videositzung bei unbekannten Patienten nicht über das Einlesen der eGK automatisiert erfasst werden können, wird wie folgt vorgegangen:

Vor Beginn der eigentlichen Videositzung erheben Sie oder Ihr Praxispersonal die Stammdaten mit der Versichertennummer des/die Versicherten anhand der per Videotelefonie vorgelegten eGK. Der/Die Versicherte*r hält hierzu seine/ihre eGK in die Kamera und bestätigt mündlich das aktuelle Bestehen des Versicherungsschutzes. Sie notieren die dort aufgeführten Daten und pflegen diese händisch in Ihr Praxisverwaltungsprogramm ein.

Idealerweise ist die für die Videosprechstunde eingesetzte Software in der Lage Screenshots vom Videobild des Patienten aufzunehmen, welche als Dokumentation für die Akte verwendet werden können. Dann empfiehlt es sich, einen Screenshot von der eGK anzufertigen und abzuspeichern.


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