DGVT-BV-Info: Schutzschirm für Praxen - Muster-Antrag auf Ausgleichszahlung wegen Fallzahlrückgangs

Am 27.03.2020 hat der Bundestag das „Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen“ beschlossen („Schutzschirm für Praxen“). Die wesentlichen Regelungen für Praxen sind durch dieses Gesetz in § 87a Abs. 3a und § 87b Abs. 2 SGB V aufgenommen worden. Für vertragspsychotherapeutische Leistungen sind Ausgleichszahlungen vorgesehen für den Fall, dass sich Ihr Gesamthonorar um mehr als 10 % im Vergleich zum Vorjahresquartal mindert.


Weitere Voraussetzung ist, dass diese Honorarminderung auf einem Fallzahlrückgang basiert. Die Gesetzesbegründung spricht von einem Fallzahlrückgang aufgrund einer reduzierten Patienteninanspruchnahme, so dass wir derzeit davon ausgehen, dass auch abgebrochene und reduzierte Behandlungen in die Berechnung des Fallzahlrückgangs einfließen.

Mit unserer aktuellen „DGVT-BV-Info: Informationen zum Schutzschirm für Praxen“ möchten wir Ihnen zu Beginn des Wochenendes einige Hinweise geben, wie Sie den Nachweises eines Fallzahlrückgangs aufgrund einer ggf. reduzierten Patienteninanspruchnahme führen können.

Hierzu haben wir einen Muster-Antrag erarbeitet. Dieser soll dazu dienen, dass Sie sich darauf vorbereiten können, wie Sie den Nachweis des Ausfalls in Ihren Praxen ab sofort gut dokumentieren.

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie täglich sauber dokumentieren, aus welchen Gründen Behandlungen unter Umständen

  • ganz ausfallen
  • nur reduziert erfolgen
  • in anderer Weise als geplant stattfinden.

Die offiziellen Antrags-Formulare werden Ihnen die KVen voraussichtlich mit dem Versand des nächsten Honorarbescheids zur Verfügung stellen. Wir sahen es daher für sinnvoll an, dass wir für Sie zur Planung des laufenden Quartals 2/2020 die Eckpunkte herausarbeiten, damit Sie eine gut strukturierte Dokumentation anlegen können.

Download


Zurück