DGVT-BV-Info: NRW führt ab 27.4. Maskenpflicht auch für Arzt- und Psychotherapie-Praxen ein

Ab 27.4. gilt in Nordrhein-Westfalen auch in „Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens“ (darunter fallen auch Psychotherapie-Praxen, sowohl mit KV-Zulassung als auch Privatpraxen) eine Maskenpflicht.


Falls Patient*innen ab Montag (27.4.) in Ihre Praxen in NRW kommen und keine eigene Maske mitbringen, teilen Sie eine der Masken aus, die Ihnen die KV zur Verfügung gestellt hat. Vertragspsychotherapeut*innen in NRW wurden mittlerweile mit Schutzmaterial (Masken, Desinfektionsmittel) ausgestattet. Sowohl Behandler*innen als auch Patient*innen sind zum Tragen einer Maske verpflichtet.

Ausnahmen sind in § 12a der Corona-Schutzverordnung NRW genannt:

„Dies gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Die Verpflichtung nach Satz 1 kann für Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden.“

Stichwort Plexiglas-Trennwände:

Inwieweit also anstelle von Masken auch Spuckschutz-Scheiben aus Plexiglas genutzt werden können, ist für unsere Situation in den Praxen zunächst noch fraglich. „Beschäftigte“ (im Einzelhandel) dürfen als Ersatz für eine Maske durch eine Plexiglasscheibe geschützt werden. Ob das auch für Psychotherapie-Praxen angewandt werden darf, ist nicht eindeutig geregelt mit dieser Formulierung.

Die Verordnung im Wortlaut:

https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/stk_verordnung_24.04.2020.pdf

Informationen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19):

https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html


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