DGVT-BV-Info: Kein Ausschluss von Neuerkrankten bei Telefonbehandlung und Akutbehandlung auch per Video

Die BPtK äußert sich heute ausführlich zu den aktuellen Sonder-Regelungen für die Telefon- und Videobehandlung (www.bptk.de/corona-sonderregelungen-kein-ausschluss-der-neuerkrankten/). Unser Verband unterstützt die Kritik der BPtK an den Regelungen zur Telefon- bzw. Videobehandlung.


Es dürfen hier auch aus unserer Sicht keine Hürden für neue Patient*innen aufgebaut werden, gerade in Zeiten der Pandemie. Die Regelung richtet sich ja gerade an solche Versicherten, die wegen der Infektionsgefahr nicht in eine Praxis kommen können. Zudem halten wir das aktuell zur Verfügung stehende Minuten-Kontingent für die Telefonkonsultation für nicht ausreichend. Wir hatten bereits im April diesen Jahres Telefonbehandlung als Sonderform des Psychotherapeutischen Gesprächs (EBM-GOP 23222) ohne Minutenbegrenzung oder 600 Minuten pro Quartal (also ein 50-minütiges Gespräch pro Woche) gefordert.

Ebenso unterstützen wir als DGVT-Berufsverband weiterhin die Forderung (wie bereits im April 2020), dass auch die Akutbehandlung per Video erbracht werden kann. Es darf nicht sein, dass ausgerechnet Behandlungen mit dem Ziel, akute Krisen zu überwinden oder Chronifizierungen zu vermeiden, abgebrochen werden müssen, wenn die Voraussetzungen für persönliche Kontakte zwischen Therapeut*innen und Patient*innen nicht gegeben sind.


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