DGVT-BV-Info: Corona-Sonderregelungen zu Videosprechstunde und Telefonkonsultation bis 31. März 2021 verlängert (Stand 14.12.2020)

Die Corona-Sonderregelungen wurden bis 31. März 2021 verlängert. Auf die Verlängerung haben sich KBV und GKV-Spitzenverband diese Woche geeinigt. Die Sonderregelungen wären zum Jahresende ausgelaufen und gelten nun bis 31. März 2021.


Verlängert wurden u.a. die für unseren Bereich relevanten Regelungen zur Videosprechstunde und zur Telefonkonsultation.
 
Videosprechstunde:
 
Psychotherapeut*innen dürfen während der Corona-Krise neben Einzeltherapiesitzungen auch Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) per Video durchführen. Eine Psychotherapie kann somit auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient*in und Therapeut*in beginnen. Dies sollte besonderen Einzelfällen vorbehalten bleiben.

  • Hinweise zur Abrechnung: Für diese Sonderregelung wurde der EBM so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen in einer Videosprechstunde durchgeführt wurden.

 
Mehr Informationen auf der KBV-Themenseite Videosprechstunde https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php und im DGVT-BV-Mitgliederbereich: https://www.dgvt-bv.de/corona-aktuelle-informationen-und-praxishilfen/.
 
Telefonkonsultation:

 
Die Telefonkonsultation ist nur bei bekannten Patient*innen möglich. „Bekannt“ heißt: Der / die Patient*in war in den zurückliegenden sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, wenigstens einmal in der Praxis.
 
Abrechenbar sind über die GOP 01433 pro Patient*in bis zu 20 Telefongespräche von mind. 10 Minuten Dauer – also insgesamt max. 200 Minuten.
 
Abrechnung und Vergütung: Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition (GOP) 01433 (154 Punkte/16,92 Euro).

  • Nur Telefon: Die Telefonkonsultation ist vor allem für Patient*innen gedacht, die nicht in die Praxis kommen können. Die neue GOP wird in diesem Fall als Zuschlag zur GOP 01435 (telefonische Beratung eines Patienten im Krankheitsfall) gezahlt.
  • Telefon und Sprechstunde: Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen einiger Fachrichtungen, zum Beispiel Psychiater, Nervenärzte und Hausärzte, können die GOP 01433 bzw. 01434 auch abrechnen, wenn der / die Patient*in in dem Quartal in die Sprechstunde (oder Videosprechstunde) kommt. Dann erhalten sie die telefonische Konsultation zusätzlich zur Grund- oder Versichertenpauschale vergütet. Die GOP 01435 ist in die diesem Fall nicht abrechenbar.

Mehr Informationen zur Telefonkonsultation auf https://www.kbv.de/media/sp/PraxisInfo_Coronavirus_Telefonkonsultation.pdf
 
Einlesen der eGK?
 
Kein Einlesen der eGK: Finden in dem Quartal ausschließlich telefonische Konsultationen statt, muss die elektronische Gesundheitskarte (eGK) nicht eingelesen werden. In diesem Fall übernimmt die Praxis die Versichertendaten für die Abrechnung aus der Akte des Patienten.

  • Achtung – wichtiger Hinweis zu dieser Regelung (eGK):

Wegen der Telematik-Infrastruktur ist es in einigen KVen notwendig, dass in jedem Quartal ein Stammdatenabgleich erfolgt. Falls Sie im Quartal ausschließlich Fernbehandlung (Video / Telefon) durchführen, sollten Sie mit Ihrer KV klären, wie es sich mit dem Stammdatenabgleich (TI) verhält.
 
Gruppenpsychotherapie
 
Diese können weiterhin (gültig bis Ende März 2021) in Einzelpsychotherapien umgewandelt werden ohne eine gesonderte Antragstellung oder Begutachtung bei der Krankenkasse. Eine einmalige formlose Anzeige an die Krankenkasse genügt.
 
Alle Corona-Sonderregelungen, die bis zum 31.03.2021 verlängert wurden, werden hier nochmals ausführlich erläutert:
 
https://www.kbv.de/html/1150_49690.php.


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