Corona-Sonderregelungen zur Telefonkonsultation und Videosprechstunde enden zum 2. Quartal 2022


Einige Corona-Sonderregelungen werden nicht über das 2. Quartal hinweg verlängert (siehe KBV- Praxisnachrichten):

  • Telefonkonsultation (fällt vollständig weg)
  • Unbegrenzte Abrechnungsmöglichkeit der Videosprechstunde fällt weg

Welche Regelung für Videosprechstunden am dem 2. Quartal 2022

Die Corona-Sonderregelungen für die Videosprechstunden fallen weg. Vor Einführung dieser Sonderregelung durften Psychotherapeut*innen maximal 20 Prozent ihrer Patienten (Behandlungsfälle = Quartal) in einer Videosprechstunde behandeln. Ab dem 01.04.2022 dürfen statt 20 nun 30 Prozent der Leistungen, die per Video möglich sind, als Videostunden abgerechnet werden. „Diese Obergrenze gilt je Gebührenordnungsposition [EBM-Gebürenordnungsposition] und Quartal. Die Obergrenze wird somit je Vertragsarzt gebildet und gilt nicht patientenbezogen.“ – KBV (31.03.2022).

Rechenbeispiel

Wenn Sie in einem Quartal 50 Patient*innen behandeln und jeweils 100 mal KZT 1, 100 mal KZT 2 und 100 mal Langzeittherapie abrechnen würden, dürfen Sie:

15 Patient*innen allein per Video behandeln, die anderen 35 müssten zumindest einmal in die Praxis gekommen sein.

Insgesamt (über alle 50 Patient*innen gerechnet) höchstens 30 KZT 1, 30 KZT 2 und 30 LZT per Video durchführen.

DGVT und DGVT-BV fordern Fortführung der Corona-Sonderregelungen für Psychotherapie auch für das 2. Quartal 2022

DGVT und DGVT-BV fordern, die Corona-Sonderregelungen zur Videobehandlung und zur telefonischen Konsultation auch im 2. Quartal fortzuführen. Trotz aktuell sehr hoher Inzidenzen bundesweit haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband der Krankenkassen (GKV-SV) beschlossen, zum 31. März 2022 die Corona-Sonderregelungen auslaufen zu lassen.

Wir halten das Ende der Sonderregelungen zum aktuellen Zeitpunkt für falsch. Die Pandemie ist noch nicht beendet. Es sollte daher weiterhin möglich sein, Patient*innen ohne direkten Kontakt zu behandeln. Die Sonderregelungen schützen nicht nur Patient*innen und Therapeut*innen vor einer Infektion, sie ermöglichen es auch Patient*innen in Isolation oder Quarantäne, die Behandlung nicht unterbrechen zu müssten. Das Auslaufen der Sonderregelungen sollte vom aktuellen Stand des Infektionsgeschehens abhängig gemacht werden.

Im Folgenden weisen wir auf die aktuellen Stellungnahmen der Landespsychotherapeutenkammern Rheinland Pfalz, NRW, BW sowie der BPtK hin, an der Vertreter*innen der DGVT und des DGVT-BV mitgewirkt haben.

Hygienezuschläge

EBM: Zuschlag Hygiene (23215)

Der Hygienezuschlag zu den Gebührenordnungspositionen 23210 bis 23212 und 23214 kann einmal im Behandlungsfall (= Quartal) abgerechnet werden.

GOÄ: Die Hygieneziffer (838 GOÄ) bei der PKV läuft am 31.03.2022 aus.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) hat uns am 30.03.22 schriftlich geantwortet, dass die Hygienepauschale wie  geplant am 31. März 2022 auslaufen wird.


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