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Andrea Benecke

Bericht der Landesgruppe Rheinland-Pfalz ('Rosa Beilage' zur VPP 4/2006)

01. März 2007

Die Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz wird im Januar 2007 neu gewählt und zurzeit laufen die Vorbereitungen zur Listenerstellung auf Hochtouren. Auch in der DGVT haben wir überlegt, wie wir uns für die Wahl positionieren.

 

Die approbierten KollegInnen werden sich in Laufe der letzen Jahre Ihre eigene Meinung zur Kammer und ihren Aktivitäten gebildet haben. Da gab es ja recht viel: nach dem Aufbau der Geschäftsstelle und der Einrichtung der wichtigsten Strukturen standen die Fortbildungsordnung - mit der bundesweit einzigartigen Nachweispflicht auch für Angestellte - und die Absicherung der Altersvorsorge für die Niedergelassenen durch Anschluss an das niedersächsische Psychotherapeutenkammerversorgungswerk auf der Agenda. Beim Stichwort Weiterbildungsordnung hat sich Rheinland-Pfalz den vielerorts zweifelhaften Ruf erworben, besonders schnell den Entwicklungen voranzugehen und Weiterbildungsbezeichnungen und -regelungen zu schaffen, die auf absehbare Zeit sicher nur in wenigen anderen Landeskammern übernommen werden. Diese Entwicklungen, die ohne Frage mit Engagement und Ehrgeiz vorangetrieben wurden, haben auch viel Kritik mit sich gebracht.

Bei der Wahl zur ersten Legislaturperiode wurde Erhard Eschbach als Kandidat der DGVT gewählt. Er gehörte allerdings nicht der Mehrheitsfraktion in der Kammerversammlung an. Sein Engagement für eine mitgliederfreundliche, transparente und kostengünstige Psychotherapeutenkammer, speziell auch im Interesse der Angestellten, bedeutete aber immerhin eine kontinuierliche Mahnung und Rückmeldung, die auch zur Kontrolle des Kammervorstandes diente und den Vorstand anspornte, effektive Politik zu machen.

Wir halten es für wichtig, in der nächsten Kammerversammlung verstärkt vertreten zu sein, um hier die eigenen Ideen und Impulse mit mehr Energie und politischem Rückenwind einbringen zu können, so dass neue Akzente für die Ausrichtung der Kammer gesetzt werden können. Stichworte zu Themen, die uns wichtig sind:

  • Weiterbildungsordnung: wie kann und soll es nach der Anfangseuphorie weitergehen?
  • Fortbildungsordnung: Ist die Nachweispflicht für Angestellte notwendig (mit vermeidbaren Folgekosten für alle Seiten)?
  • Mitgliederfreundlichkeit und Transparenz der Kosten: Hier liegt eine zentrale Chance der Kammer, die Akzeptanz und Zustimmung der Mitglieder zu erreichen. Die Aktivitäten und Bemühungen in diesen Bereichen müssen weitergeführt und ausgebaut werden.
  • Beitragsordnung, Kammerhaushalt und Entschädigungsordnung: Geht es auch ein bisschen sparsamer/preiswerter? Ist es nicht sinnvoll, für Angestellte, die von der Kammer weniger profitieren als Niedergelassene, günstigere Kammerbeträge vorzusehen?

Ich möchte alle approbierten DGVT-Mitglieder in RLP dazu aufrufen, sich für die Kammerwahl zu engagieren, im KollegInnenkreis zu diskutieren und zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren. Wenn Sie Interessen haben, bei der Wahl mitzuwirken und evtl. gar zu kandidieren, dann wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle oder direkt an mich (rheinland-pfalz@dgvt.de).