Bericht der Landesgruppe Saarland ('Rosa Beilage' zur VPP 3/2001)
Ergebnisprotokoll der regionalen Mitgliederversammlung vom 6. Juni 2001 in der Caritasklinik, Saarbrücken-Rastpfuhl
TOP 1: Bericht aus der Landeskonferenz zum Stand der Dinge bezüglich "Saarländisches Heilberufe-Kammergesetz" (SHKG)
Raimund Metzger berichtet, dass in der Lako (Landeskonferenz) zuletzt die Frage der Verankerung der Weiterbildung im Kammergesetz debattiert wurde. Die Mehrheit der in der Lako vertretenen Berufs- und Therapiefachverbände sei für einen Verzicht gewesen bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bundespsychotherapeutenkammer entsprechende Vorschläge erarbeitet hat. Eva Schneider und er (als anwesende DGVT-VerteterInnen) sowie zwei weitere TeilnehmerInnen aus anderen Verbänden seien in einer Minderheitenposition gewesen, den Weiterbildungspassus explizit aufzunehmen.
TOP 2: Bericht vom DGVT-LandessprecherInnen-Treffen am 18./19. Mai in Fulda
R. Metzger hatte an diesem Treffen teilgenommen und berichtet, dass in den Bundesländern derzeit die Frage der Kammerbildung im Vordergrund stehe. Es gebe jedoch große Unterschiede bezüglich des erreichten Standes. Auch sei es schwierig, typische DGVT-Positionen länderübergreifend ausfindig zu machen. Daran anknüpfend wurde darauf verwiesen, dass stärker an der "verhaltenstherapeutischen Identität" gearbeitet werden müsse, um im Wettbewerb der Fach- und Berufsverbände im Bundesgebiet die eigenen Positionen wirksam zur Geltung bringen zu können.
TOP 3: Fragen der Vertretung der Interessen der angestellten und beamteten KollegInnen
Ausgehend von der Tatsache, dass in der DGVT die Mehrheit von den angestellten und beamteten KollegInnen repräsentiert wird, muss erstaunen, dass bei dieser Personengruppe das Interesse bezüglich der gegenwärtigen Formierungsbewegungen vergleichsweise gering ist. Es herrsche eine eher diffuse, wenn nicht realitätsfremde Betrachtungsweise vor, die mehr das Wohl der eigenen Institution im Auge habe als berufs- resp. fachpolitische Angelegenheiten. Vielfach sei die Zwangsmitgliedschaft in der Psychotherapeutenkammer mit dem Erwerb der Approbation noch nicht im Bewusstsein. Wenig registriert werde auch die Folgewirkung des neuen Berufsstatus, z.B. auf das Krankenhausgesetz, namentlich Fragen von Vergütung und denkbare Leitungskompetenzen. Über all dies gebe es noch einen großen Aufklärungsbedarf. Einzelne KollegInnen sagten zu, sich kundig machen zu wollen.
TOP 4: Vortrag zum Thema "Integration der verschiedenen Ansätze in der Psychotherapie"
Der Vortrag wurde wegen fortgeschrittener Zeit auf das nächste Treffen verlegt.
Das nächste Treffen ist entgegen einer Vorankündigung (5.9.) um eine Woche später, verschoben auf den Mittwoch, 12. September 2001, 18.00 Uhr. Der Ort wird mit der Einladung noch bekanntgegeben.