Bericht der Landesgruppe Schleswig-Holstein ('Rosa Beilage' zur VPP 2/2001)
Die letzte regionalen Mitgliederversammlung am 7. Mai widmete sich vor allem dem Thema "Traumatherapie". Dr. Christine Jungnickel und Dr. Christine Boeber stellten Grundlagen und neuere Entwicklungen in der Traumatherapie vor. Insbesondere ging es dabei um die neurologischen Korrelate von Traumata und ihrer Behandlung, den Traumabegriff und den Prozess der Traumaverarbeitung; um Fragen der Indikation und Risiken der Retraumati-sierung, und um EMDR als Methode der Traumabehandlung.
Infolge des regen Interesses am fachlichen Austausch wurde die Verabschiedung einer regio-nalen Geschäftsordnung auf die nächste Mitgliederversammlung vertagt.
Uschi Jostock-Giese berichtete Aktuelles zum Stand der Kammergründung in Thüringen. Die Kammererrichtungsgruppe wurde mittlerweile in ihrer Funktion vom Ministerium bestätigt. Der Satzungsentwurf der Arbeitsgemeinschaft der Berufsverbände wurde überarbeitet, und einige Anregungen der DGVT-Landesgruppe Thüringen konnten eingebracht werden. Der Entwurf liegt jetzt dem Ministerium zur Prüfung vor. Eine Beitragsordnung und eine Wahlordnung werden gegenwärtig von der Kammererrichtungsgruppe vorbereitet.
Der Referentenentwurf zum Heilberufegesetz liegt vor und wird im Ministerium juristisch geprüft. Leider wurden nur einige Veränderungsvorschläge der Kammererrichtungsgruppe aufgegriffen, alle Versuche, doch noch die Option einer länderübergreifenden Kammer aufzunehmen, scheiterten. Das Gesetz wird voraussichtlich bis Ende des Jahres verabschiedet, und der Kammergründung steht dann nichts mehr im Wege. Weitere Informationen dazu gibt es am 16.6.01 im Rahmen einer Vollversammlung aller Thüringer Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (10.00 Uhr, Fachhochschule Erfurt, Hörsaal 1, Altonaerstr. 25). Uschi Jostock-Giese machte darauf aufmerksam, wie wichtig die Mitarbeit in den Gremien der Kammer sein wird, wenn es darum geht, inhaltliche Positionen einzubringen.