Bericht der Landesgruppe Thüringen (Rosa Beilage zur VPP 4/2009)
Neue Landesregierung in Thüringen möchte sich zukünftig vor allem für die Themen Prävention und Verbesserung der medizinischen Versorgung einsetzen
Nach den Landtagswahlen in Thüringen hat die neue von CDU und SPD gestellte Landesregierung ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Im Bereich der Gesundheitspolitik möchte die neue Regierung vor allem das Thema Prävention voranbringen und aus diesem Grund die Neufassung eine Präventionsgesetzes prüfen: Durch die Verabschiedung eines Präventionsgesetzes würde das Thema Prävention eine viel stärkere Legitimationsgrundlage erhalten, außerdem würden die Bemühungen in diesem Bereich auf eine verbindlichere Basis gestellt werden.
Neben dem Thema Prävention möchte sich die neue Landesregierung auch für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung in strukturschwachen Regionen einsetzen: Eine gemeinsame Stiftung von KV und Land Thüringen soll helfen, die ambulante ärztliche Versorgung in Thüringen zu verbessern. Fördergelder sollen an Einzelpersonen und Einrichtungen vergeben werden können. Unter anderem sollen Stipendien für Medizinstudenten ausgeschrieben werden, die sich nach der Ausbildung in unterversorgten Gebieten Thüringens niederlassen wollen. Weiterhin sollen kommunale Angebote in ländlichen Räumen gefördert werden. Um dem Ärztemangel in Thüringen entgegenwirken zu können, hoffen die Initiatoren der Stiftung auf eine möglichst hohe Spendenbeteiligung. Finanzielle Aspekte sollen zukünftig nicht mehr der Grund für junge Ärzte sein, sich gegen Thüringen zu entscheiden.
Tina Tanšek