Demonstration „Verbände gegen Kürzungen in der Psychotherapie“ in Berlin am 15. April 2026: Wer an der psychischen Gesundheit spart, spart an der falschen Stelle!

Diese wird am kommenden Mittwoch, den 15.04.2026 um 13:00 Uhr in der Paul-Löbe-Allee in Berlin mit einer Kundgebung und der Überreichung der Petition „Monatelange Wartezeiten – und jetzt werden psychotherapeutische Leistungen gekürzt?“ beginnen. Anschließend zieht die Demonstration zum GKV-Spitzenverband, wo die Abschlusskundgebung gegen 15:30 Uhr stattfinden wird.
Redner*innen (geplant):
• Dr. Andreas Gassen, KBV
• Cornelia Metge, Bundespsychotherapeutenkammer
• Dr. Kirsten Kappert-Gonther (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
• Ricarda Lang (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
• Johanna Alisa Jung (Petentin der Petition mit derzeit über 550.000 Unterschriften)
• Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier (DGPs)
• Sema Akbunar (DGVT-Berufsverband)
• Dr. Christina Jochim, Dr. Enno Maaß und Gebhard Hentschel (DPtV)
• Mathias Heinicke, Ariadne Sartorius (bvvp)
• Ronald Schelte (DGPT)
• Bettina Meisel (VaKJP)
• Christa Leiendecker (DPV)
Hintergrund:
Auf Betreiben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) hat der erweiterte Bewertungsausschuss am 11. März 2026 beschlossen, die Vergütung für psychotherapeutische Leistungen ab April 2026 pauschal um 4,5 % zu kürzen. Die „sprechende
Medizin“ wurde vorher schon mit Abstand am schlechtesten vergütet, sie weiter zu kürzen, ist ein fatales Signal. Doch damit nicht genug. Weitere Vorschläge für Kürzungen im Bereich der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen machte die Finanz-Kommission Gesundheit am 30. März 2026. Auch hier wurde der Rotstift überproportional stark bei der Psychotherapie angesetzt.
Psychotherapeut*innen wie Betroffene sind entsetzt, bereits seit Mitte Mai gab es zahlreiche Aktivitäten. Dass das Anliegen viele Unterstützer*innen hat, wird auch durch die Petition mit über einer halben Million Unterschriften deutlich. In einer Zeit der globalen Krisen ist die psychotherapeutische Versorgung wichtiger denn je, wird hier gespart, da hat das auch gesellschaftliche Auswirkungen. Darum demonstrieren wir am 15. April 2026 im Rahmen des bundesweiten Aktionstags gemeinsam in Berlin und fordern die Politik auf, die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland zu sichern und nicht weiter auszuhöhlen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und mögliche Berichterstattung.
Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage weiteres Hintergrundmaterial zur Verfügung und vermitteln Ihnen Interviewpartner*innen.
Rückfragen gerne an:
Pressekontakt: Aline Schneider, 07071 94 34 97, presse@dgvt-verbund.de