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Angestellte und Beamte

DIMDI veröffentlicht Vorabversion des OPS 2018

30. November 2017
 

(wd). Das DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) gibt die Operations- und Prozedurenschlüssel (OPS) jährlich neu heraus und hat die endgültige Fassung der Version 2018 veröffentlicht. Der OPS ist eine Grundlage für die Entgeltsysteme. Operationen und Prozeduren müssen im ambulanten und stationären Bereich nach dem OPS verschlüsselt werden.

Dabei hält sich das DIMDI eng an die entsprechende Vereinbarung zwischen GKV-Spitzenverband und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) sowie der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Zur Weiterentwicklung der Entgeltsysteme wurden die Klassifikationen OPS und ICD-10-GM auch für das Jahr 2018 wieder bearbeitet und angepasst. Demnach sollen 324 Vorschläge und zusätzliche Anforderungen aus der Weiterentwicklung der Entgeltsysteme für Krankenhausleistungen eingeflossen sein. So wurden beispielsweise

  • Streichungen von Kodes für den Bereich Psych (z.B. die Kodes für die Betreuung in der Kleinstgruppe bei Erwachsenen (9-640.1) oder den Kodebereich für den Supervisionsaufwand bei Erwachsenen (9-648) und bei Kindern und Jugendlichen (9-695)
  • die Einführung neuer Kodes für die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung von Erwachsenen (9-701) und von Kindern und Jugendlichen (9-801) vorgenommen
  • die Zusammenlegung der beiden Zusatzkodes „Indizierter komplexer Entlassungsaufwand bei Erwachsenen“ und „Erhöhter Aufwand bei drohender oder bestehender psychosozialer Notlage“.

Inhaltliche Vorschläge für die Weiterentwicklung des OPS wurden nicht umgesetzt, kritisierte die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) zu Recht. Diese hatten sich auf eine aussagekräftigere Beschreibung der therapeutischen Inhalte bezogen. So wurde u. a. von der BPtK der Vorschlag unterbreitet, die Therapieeinheiten zur Erfassung der Behandlungsleistungen am Patienten so zu „schärfen“, dass nicht mehr jedes Gespräch als Psychotherapie kodiert werden kann, sondern nur solche Leistungen, die konzeptuell in ein theoriegeleitetes Therapieverfahren eingebettet sind und im Rahmen einer Behandlungsplanung für den Patienten individuell festgelegt wurden. Dies könnte einerseits die Eignung von Therapieeinheiten zur Abbildung eines besonderen Aufwands verbessern und damit die Leistungen von Krankenhäusern, die einen ausgewiesenen psychotherapeutischen Schwerpunkt haben, besser sichtbar machen.

Weitere Informationen -sowie die Referenzausgaben und Aktualisierungslisten zum OPS 2018 können auf der Homepage des DIMDI unter folgendem Link eingesehen werden.

http://www.dimdi.de/static/de/dimdi/presse/pm/news_0426.html