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Kurzfortbildung

Forgiveness

28. April 2007

Aktuelles Kursthema im Rahmen der Saarländischen Reihe:

„Neue Entwicklungen und Konzeptionen in der Verhaltenstherapie“. Bei dem nachfolgend vorgestellten Programm handelt es sich um ein Projekt der DGVT-Landesgruppe Saar. Die einzelnen Sitzungen der Veranstaltungsreihe finden jeweils dienstags abends (ab 19 Uhr) in Saarbrücken statt. Selbstverständlich ist auch eine Teilnahme derjenigen KollegInnen aus anderen Bundesländern willkommen, welchen die punktuelle An- und Abreise möglich ist.

 

Absolviert sind bereits die Kurse zur Kognitiven Therapie nach Judith Beck und zur ACT nach Steven Hayes und KollegInnen. Seit 30. Januar 2007 läuft der Forgiveness-Kurs. (kurzfristige „Quereinstiege“ oder „Schnupperrunden“ sind prinzipiell möglich, Kontakt s.u.)
Nachdem die Verhaltenstherapie in ihrer erst seit etwa einer Generation währenden Präsenz die traditionelle Psychotherapielandschaft grundlegend verändert hat und weiterhin in Bewegung ist, will o.g. Veranstaltungsreihe das hiesige Fachpublikum auf neue Publikationen aufmerksam machen. Sie umfasst fünf Kurse:
Zwei Kurse haben jeweils neu konzipierte Ansätze zu ihrem Inhalt, nämlich die Acceptance and Commitment Therapy (ACT) von S.C. Hayes et al. (New York, London 1999: The Guilford Press; New York 2004: Springer; Oakland 2005: New Harbinger Publ.) und der Forgiveness-Ansatz von R.D. Enright und R.P. Fitzgibbons (Helping Clients Forgive, Washington, DC 2002/3: APA; ebenso: Forgiveness is a Choice by R.D. Enright, Washington DC 2002/3 oder in deutsch “Vergebung als Chance. Neuen Mut fürs Leben finden“.. Wiewohl der zuletzt genannte Ansatz kein genuin verhaltenstherapeutischer ist, unterstreicht er um so mehr das Potential der Verhaltenstherapie, da er verhaltenszentriert und unter Rückgriff auf bewährte verhaltenstherapeutischen Instrumente, die praktische Einübung der angezielten generellen Haltung oder "Einstellung" in den Mittelpunkt rückt.
Zwei andere der fünf angebotenen Kurse beinhalten Ansätze, die über mehr als drei Jahrzehnte in bemerkenswerter Selbstbescheidung konsolidiert worden sind. Es handelt sich einmal um die Problemlösetherapie, die Thomas D'Zurilla schon vor fast 35 Jahren zusammen mit M.R. Goldfried erstmals in einem Aufsatz skizziert hat. Und zum anderen um die von A.T.Beck’s Tochter Judith weitergeführte "Kognitive Therapie".
Ein weiterer Kurs (Arbeitstexte: Volker Gadenne, Philosophie der Psychologie, Bern, Göttingen, Toronto, Seattle 2004, Harald Walach, Psychologie – Wissenschaftstheorie, philosophische Grundlagen und Geschichte. Stuttgart 2005.) befasst sich mit den metakonzeptionellen bzw. Grundlagenproblemen unserer Disziplin. Hier soll diskutiert werden, ob die Verhaltenstherapie ihre besondere Stärke nicht doch aus ihrer größeren Übereinstimmung mit unserem heute mehr und mehr von den Naturwissenschaften geprägten Weltbild bezieht, als die traditionalistische, dem platonisch-cartesischen Leib-Seele-Dualismus verschriebene Konkurrenz. Die Frage, ob die Psychologie am Ende ihre Existenz als eigenständige Disziplin durch die expandierende bzw. mächtig die Trommel rührende und sich sozusagen als humanwissenschaftliche „Chefideologin“ aufspielende Brain Science verlieren könnte, wird sich in besonderem Maße speziell durch diesen Kurs „hindurchziehen“.

ReferentIn: Raimund Metzger, Burkhard Hoellen, Bernd Keßler

Information und Anmeldung:
Landessprecher Saar, Raimund Metzger
E-Mail: r.metzger@mx.uni-saarland.de

Termin:
jeweils Dienstags abends – nehmen Sie bitte Kontakt mit Raimund Metzger auf.

Teilnahmegebühren:
wird kurzfristig festgelegt
(max. 15 Euro für DGVT-Mitglieder/ 30 Euro für Nicht-Mitglieder)

Kursnummer: 62043

Stichwort: Neuere Entwicklungen Metzger