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Rosa Beilage 2/2014

Forschungsnetz zu psychischen Erkrankungen (BMBF)

23. Mai 2014
 

(wd). Das Forschungsnetz zu psychischen Erkrankungen, für das das BMBF bis zu 35 Millionen Euro bereitstellt, wird ab Sommer 2014 seine Arbeit aufnehmen. Wichtigstes Ziel ist die Erprobung neuer Therapien: So werden etwa neue medikamentöse Wirkstoffe klinisch getestet, zum Beispiel Minocyclin. Dieses Antibiotikum wird gegen Infektionen eingesetzt, ist aber auch für die Behandlung von Depressionen in den Fokus der medizinischen Forschung gerückt. Mit Hilfe dieses Medikaments könnte der Therapieerfolg deutlich verbessert werden - speziell bei Patientinnen und Patienten, die bislang als therapieresistent galten. Aber auch nicht-medikamentöse Ansätze werden die Forscherinnen und Forscher verfolgen. Bei Suchterkrankungen, vor allem bei Alkohol- und Tabaksucht, soll ein neues E-Health-Konzept greifen. Dieses nutzt die inzwischen weite Verbreitung moderner Kommunikationsmittel wie etwa Smartphones zur Therapieunterstützung.

Das Forschungsnetz deckt psychische Erkrankungen mit sehr hoher Krankheitslast in der Bevölkerung ab. Insgesamt 30 universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland werden an der Erforschung von Depression, Angststörungen, Sucht, Schizophrenie, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Autismus zusammen arbeiten. Ein internationales Gutachtergremium hochrangiger Expertinnen und Experten hat die neun beteiligten Forschungsverbünde zur Förderung vorgeschlagen. Entscheidend hierfür waren unter anderem die klinische Relevanz und die wissenschaftliche Qualität des jeweiligen Konzepts.

Weitere Informationen zum Forschungsnetz und den ausgewählten Verbünden finden Sie unter:

http://www.bmbf.de/de/1164.php und http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/