Gesundheitsreport der BKK: Psychische Leiden nehmen drastisch zu
Aus einer repräsentativen Auswertung im „Gesundheitsreport des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK)“ geht hervor, dass Arbeitnehmer in Deutschland im Jahre 2013 häufiger und länger krankheitsbedingte Fehlzeiten als im Vorjahr in Anspruch genommen haben. Hierzu wurden die Fehlzeiten von 9,3 Millionen Versicherten ausgewertet und mit den Vorjahreszahlen verglichen. Bei der anschließenden Analyse wurde festgestellt, dass während eines Zeitraums von nur sieben Jahren der Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeitszeiten um fünf Tage pro Jahr, konkret von 12,4 im Jahr 2006 auf 17,6 Tage im Jahr 2013 angestiegen ist. Im Jahr 2012 waren es 16,6 Tage. Eine Erklärung für diese Zunahme sind längerfristige psychische und chronische Erkrankungen. Gerade im Bereich der psychischen Leiden stieg die Anzahl der Fehltage während eines Zeitraums von 40 Jahren kontinuierlich. Waren Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 1976 einen halben Krankheitstag aufgrund psychischer Leiden krank, so waren es im Jahr 2013 bereits 2,6 Krankheitstage. Dabei haben 30 Prozent der BKK Versicherten bundesweit die Diagnose eines psychischen Leidens erhalten. Pro Fall fehlen die Arbeitnehmer dabei 38 Tage. In nur einer Generation sind die Fehlzeiten aufgrund psychischer Leiden also um das Fünffache gestiegen
www.bkk-dachverband.de/fileadmin/ publikationen/gesundheitsreport_2014/ BKK_Gesundheitsreport.pdf