Skip to main content
 
Rosa Beilage 2/2015

KBV legt aktuelle Ärztestatistik vor: Immer mehr PsychotherapeutInnen in der vertragsärztlichen Versorgung

11. Mai 2015
 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Ende April die aktuelle Ärztestatistik veröffentlicht. Danach waren insgesamt 164.947 Ärzte und Psychotherapeuten zum Stichtag 31.12.2014 in der vertragsärztlichen bzw. -psychotherapeutischen Versorgung tätig. Dies waren 2.296 mehr als im Jahr zuvor (plus 1,4 %). Die Zahl der Psychotherapeuten ist im Berichtsjahr der Ärztestatistik um 3,4 % gestiegen. Die KBV führt dies auf die „Bedarfsplanungsreform“ zurück, die bis Ende des Jahres 2014 zu einem Plus von 756 Psychotherapeuten in der ambulanten Versorgung geführt hat. Insgesamt gibt es derzeit 22.957 Vertragspsychotherapeuten. Der Zuwachs um 3,4 % ist  vor allem auf neue Vertragspsychotherapeutensitze in den neuen Bundesländern zurückzuführen (Mecklenburg-Vorpommern 32,1 % Zuwachs, Sachsen-Anhalt 18,7 %, Brandenburg 11,8 %).

Der Anteil der in Teilzeit tätigen Ärzte und Psychotherapeuten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3.774 (entspricht 13,5 %) auf 22.336. Die Zahl der angestellten Ärzte und Psychotherapeuten in Praxen und Einrichtungen ist im vergangenen Jahr von 22.494 um 9,2 % auf 24.560 gestiegen. Das entspricht einem Anteil von etwa 15 % an Ärzten und Psychotherapeuten an der Gesamtzahl der innerhalb der vertragsärztlichen/psychotherapeutischen Versorgung tätigen KollegInnen.

Interessant ist immer auch das Durchschnittsalter der Ärzte und Psychotherapeuten: es liegt mittlerweile bei 53,9 Jahren. 2009 lag es noch bei 51,9 Jahre.

Das Durchschnittsalter der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen in der vertragsärztlichen Versorgung lag Ende 2014 bei 52,3 Jahren, das der Psychologischen PsychotherapeutInnen bei 54,1. Im Schnitt kommen die „Psychologischen Psychotherapeutengruppen“ (von der KBV in der Statistik verwendeter Begriff) auf 53,7 Jahre. Dies lässt darauf schließen, dass in den nächsten Jahren viele Versorgungsaufträge, zumindest hälftige, weitergegeben werden dürften.

Interessant zu beobachten ist auch der kontinuierlich steigende Frauenanteil unter den Ärzten und Psychotherapeuten. Er lag Ende 2014 bei 43,2 %. In jüngeren Altersgruppen sind bereits bis zu zwei Drittel weiblich. Besonders hoch ist der Anteil der Frauen unter den Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (77,6 %) und den Psychologischen PsychotherapeutInnen (70,4 %).

Außerdem entscheiden sich offensichtlich immer mehr Ärzte für eine Kooperation mit KollegInnen in einer Berufsausübungsgemeinschaft oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Die häufigste Form der Berufsausübung bleibt dennoch die Einzelpraxis.

Die „Statistischen Informationen aus dem Bundesarztregister (Stand: 31.12.2014) finden sich unter folgendem Link auf der Homepage der KBV: http://www.kbv.de/ media/sp/2014_12_31.pdf.

Kerstin Burgdorf

Quelle: Rosa Beilage zur VPP 2/2015