Kindesmisshandlung und Kindesverwahrlosung Veranstaltung der KV Nordrhein und der PTK NRW
Die Vortragenden plädierten für ein ausgefeiltes Frühwarnsystem. Über regelmäßige Pflichtuntersuchungen, die auch die psychosoziale Entwicklung und die kognitiven Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zum Gegenstand machen sollen, wollen sie Risikofälle ausmachen. Wichtig sei dann, das weitere Vorgehen zu klären. Anstelle einer kontrollierenden Haltung wünschten sich die Experten ein unterstützendes Hilfsangebot.
Die Landesregierung hielt in der Zwischenzeit weitere Maßnahmen für notwendig, um einerseits die Prävention zu stärken und zu intensivieren und andererseits die Intervention in den Fällen, in denen ein Schutz der betroffenen Kinder erforderlich ist, zu verbessern. Sie will v.a. die Jugendämter unterstützen und hat zu diesem Zweck ein „Handlungskonzept für einen besseren und wirksameren Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen“ entwickelt. Eine Expertenkommission bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Kinderschutzes, der Ärzteschaft, der kommunalen Spitzenverbände, der Jugend-, Familien- und Gesundheitshilfe,, der Schulen, der Krankenkassen, der Wohlfahrtsverbände, der Polizei und der Kirchen soll den Aufbau einer wirksamen Kooperationsstruktur begleiten. Aus den Reihen der DGVT wurde Wolfgang Schreck in diese Expertenkommission geladen und kann so die Qualitätsstandards für einen wirksamen Kinderschutz in NRW mitentwickeln.