Kooperation der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp) mit dem Regionalinstitut Tübingen der Milton-Erickson-Gesellschaft
Von den 41 im Antrag zitierten Studien wurden 22 als Wirksamkeitsbelege akzeptiert; die übrigen wurden aus verschiedenen Gründen (nicht randomisiert, keine ausreichende Katamnese, keine klinische Stichproben u.a.) nicht in die Bewertung einbezogen. Der WBP stellt zusammenfassend fest, "dass die Hypnotherapie bei Erwachsenen für die Behandlung in folgenden Anwendungsbereichen als wissenschaftlich anerkannt gelten kann: psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten (F 54) sowie Substanzmissbrauch (F1, F55)." Bei Kindern wurde die Anwendung der Hypnotherapie zur Bewältigung von Schmerzen (z. B. bei Krebserkrankungen) anerkannt.
Nach dem Gutachten des WBP zählen somatische Störungen mit psychischer Beteiligung, d. h. eine Vielzahl von Schmerzproblemen (von Geburtsvorbereitung über postoperative Schmerzen zu Fibromyalgie, Migräne und viele Formen chronischer Schmerzen) und bei Suchtverhalten besonders Tabakabusus, aber auch einzelne Verhaltensprobleme wie Insomnie (F 51) zum Indikationsbereich der Hypnotherapie.
Vor diesem Hintergrund hat die Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp-Süd) in Kooperation mit dem MEG-Institut Tübingen im Frühjahr 2007 zwei Veranstaltungen in das Jahresprogramm 2007/2008 aufgenommen. Aktuelle Informationen sind ab Dezember unter www.afp-info.de zu finden.
Anke Tolzin
Quelle: VPP 4/2006