Präventionsbericht 2015: Krankenkassen geben 10% mehr für Prävention aus
Im vergangenen Jahr haben die gesetzlichen Krankenkassen ihr Engagement für die Gesundheitsförderung und Primärprävention deutlich gesteigert: 293 Mio. Euro gaben sie in 2014 für Maßnahmen in diesen Leistungsbereichen aus – und damit 10% mehr als im Vorjahr.
(wd). Wie aus dem aktuellen Präventionsbericht hervorgeht, haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2015 mit knapp 68 Mio. Euro besonders viel in die Verbesserung der betrieblichen Gesundheitsförderung investiert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 24%. Rund 1,2 Mo. Beschäftigte konnten mit den Maßnahmen in rund 11.000 Betrieben erreicht werden. Über ein Drittel dieser Aktivitäten fanden im verarbeitenden Gewerbe statt, gefolgt von 18% im Gesundheits- und Sozialwesen.
Um Menschen verschiedener Herkunft und mit unterschiedlichem sozialen Status erreichen zu können, sind auch Maßnahmen in Kindergärten, Schulen, Wohngebieten und Stadtteilen - so genannten Settings - von großer Bedeutung für die Prävention. In 23.000 solcher Settings haben die Kassen 2014 gesundheitsfördernde Aktivitäten unterstützt und dabei 2,2 Mio. Menschen erreicht. Sie machten sich mit rund 32 Mio. Euro in diesem Bereich stark und steigerten damit hier die Ausgaben im Vergleich zu 2013 um 7%.
An den individuellen Kursangeboten der Krankenkassen haben 1,7 Mio. Menschen im Jahr 2014 teilgenommen - dies entspricht einer Steigerung von 16%. Im Mittelpunkt standen Kurse zur Bewegungsförderung und zur Stressbewältigung. Mit rund 193 Mio. Euro förderten die Krankenkassen diese Individualkurse. Das sind 6% mehr als im Vorjahr.
Mit dem Thema "Prävention und Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen" wurde im aktuellen Präventionsbericht ein Schwerpunkt gesetzt. Arbeitslose sind eine wichtige Zielgruppe, weil sie in vielen Fällen einen schlechteren Gesundheitszustand und mehr gesundheitliche Beschwerden haben. Arbeitslose Menschen können durch die Verzahnung von Arbeitsförderungsmaßnahmen mit Präventions- und Gesundheitsförderungsangeboten gut erreicht werden - dies zeigte die seit 2014 laufende modellhafte Zusammenarbeit von Krankenkassen und Jobcentern.
Den Präventionsbericht 2015 und den dazu gehörigen Tabellenband finden Sie auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes unter www.gkv-spitzenverband.de oder des MDS unter www.mds-ev.de im Internet.
Quelle:
Gemeinsame Pressemitteilung des MDS und des GKV-Spitzenverbands vom 2. Dezember 2015: Krankenkassen geben zehn Prozent mehr für Prävention aus.