VPP 2/2014
Rechenschaftsbericht des Ethikbeirates für das Jahr 2013
05. Mai 2014
- Telefonkonferenzen des Ethikbeirates zu aktuellen Themen und interne Abstimmung. Behandlung von Beschwerdefällen und Reflexion von DGVT-Fragestellungen.
Der Ethikbeirat hat sich nur anlässlich der großen Treffen der DGVT (Intergremientreffen, Workshoptagung, Kongress) persönlich getroffen, dann auch meist zusammen mit dem Vorstand und der Geschäftsführerin und Juristin. Die weitere Abstimmung erfolgte in häufigen Telefonkonferenzen. Der Ethikbeirat hat sich die Arbeit und die Fallverantwortung aufgeteilt. Die Beschwerdefälle wurden jeweils von einem Mitglied des Beirats bearbeitet. Auch die Bearbeitung weiterer Aufträge in der DGVT erfolgte arbeitsteilig. - Teilnahme an Verbändetreffen mit dem Schwerpunktthema sexueller Missbrauch. Auseinandersetzung mit einzelnen Fällen.
Der Ethikbeirat hat jeweils ein Mitglied zur Teilnahme an Treffen und Konferenzen bestimmt. Dieses Mitglied hat dem Beirat berichtet, der dann Stellungnahmen und Positionen zu den anstehenden Themen entwickelt hat. - Behandlung von Beschwerdefällen in Abstimmung mit dem Vorstand, entsprechende Verständigung über Vorgehensweise unter Berücksichtigung der Verfahrensordnung.
Die Beschwerdefälle wurden von einem Fallverantwortlichen aus dem Beschwerderat zusammen mit der Geschäftsstelle bearbeitet. Es erfolgte eine enge Abstimmung mit dem Vorstand. Die Verfahrensordnung diente als Grundlage, erfuhr auch eine Weiterentwicklung. Da die Psychotherapeutenkammern und andere Institutionen Beschwerdeverfahren durchführen, waren nur wenige Beschwerden zu bearbeiten und dabei auch abzuwägen, ob nicht andere Instanzen zuständig wären. - Auseinandersetzung mit der Ausbildungsreform und dessen Stellenwert in besonderer Berücksichtigung der Satzung der DGVT.
Zur Aktualisierung der DGVT-Position zur Ausbildungsreform hat der Ethikbeirat ein ausführliches Papier erarbeitet, das Kriterien zur Ausbildungsreform aus der Satzung der DGVT herleitet. Dieses Papier wurde in die Arbeitsgruppe der DGVT gegeben und dort durch ein Mitglied des Beirats vertreten. - Bearbeitung des Auftrages an den Ethikbeirat, Kriterien zur Online-Beratung bzw. Online-Therapie zu entwickeln.
Der Ethikbeirat hatte den Auftrag, Kriterien zur Online-Behandlung zu entwickeln. Dazu erfolgte ein Aufruf an die Mitglieder, ihre Erfahrungen in Online-Behandlung einzubringen. Es zeigte sich, dass dazu weitgehende Erfahrungen und Erforschungen vorliegen, die eine strikte Ablehnung der Online-Behandlung, wie sie bei den Kammern noch vorherrscht, fragwürdig macht. Für eine regelrechte Psychotherapie hält der Ethikbeirat jedoch zumindest eine einmalige reale Begegnung zwischen Therapeut und Patient für erforderlich. Es sind jedoch andere Formen mit therapeutischem Effekt im Gebrauch, die einen direkten Kontakt zwischen dem Entwickler eines Verfahrens und dem Anwender für verzichtbar erscheinen lassen. Diese Haltung soll in einem Symposium beim Kongress diskutiert werden. - Vorbereitung des Symposiums zur Online-Beratung für den DGVT-Kongress 2014, verbunden mit dem Aufruf zur Mitarbeit.
Das Symposium hat der Ethikbeirat vorbereitet und wird es am Samstag auf dem Kongress durchführen. Die Ergebnisse sollen Grundlage für eine Positionierung zur Online-Behandlung sein.
Wir bedauern sehr, dass Christine Daiminger aus gesundheitlichen Gründen aus dem Ethikbeirat ausscheiden wird. Wir hatten nach einer längeren Einarbeitungszeit zu einer guten Zusammenarbeit gefunden, die wir im Team sicher noch eine Zeit hätten fortsetzen können. Christine sei für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit herzlich gedankt.
Für den Ethikbeirat:
Christine Daiminger, Johannes Broil, Georg Zilly