Rechenschaftsbericht des Länderrates des DGVT-BV für das Jahr 2013
Berichtszeitraum März 2013 bis März 2014
Länderrat / Länderkonferenz
Der Länderrat hat im Berichtszeitraum regelmäßig getagt (April 2013 in Tübingen, September 2013 in Berlin, November 2013 in Würzburg, Januar 2014 in Köln). Die Treffen im Rahmen der Workshoptagung und des Intergremientreffens fanden als Länderkonferenz statt (erweiterter Teilnehmerkreis der LandessprecherInnen und Kammer-Delegierte).
Eines der Schwerpunktthemen des Länderrats im letzten Jahr war „Multiprofessionalität in der psychosozialen / psychotherapeutischen Praxis – Ziele/Positionen von DGVT und DGVT-BV“. Ein Papier wurde nach der Diskussion im Länderrat sowie mit den anderen Vereins-Kommissionen beim Intergremientreffen 2013 vorgelegt.
Ein weiteres Thema war die Erarbeitung einer gemeinsamen Position zur Ausbildungsreform durch die AG von DGVT, DGVT-Ausbildungsakademie und DGVT-BV. Mit dem Berufsbild der PsychotherapeutInnen, das im Rahmen der Landeskammern und der Bundespsychotherapeutenkammer diskutiert wird, beschäftigte sich der Länderrat ebenso wie mit Fragen der Weiterentwicklung der Muster-Berufsordnung. Hier beschäftigten wir uns insbesondere mit der Formulierung der Dokumentationspflicht und des Akteneinsichtsrechts aufgrund des neuen Patientenrechtegesetzes. Der Länderrat steht für die Umsetzung der zivilrechtlichen Rechtslage, d.h. PatientInnen ist auch nach Abschluss der Behandlung auf ihr Verlangen hin ohne schuldhaftes Zögern Einsicht in die sie betreffende Patientenakte zu gewähren.
Zu den Regelungen der Weiterbildung Neuropsychologie durch einige Landeskammern hat sich der Länderrat kritisch positioniert. In der Kammer Schleswig-Holstein konnten unsere Delegierten erreichen, dass eine Weiterbildungsordnung in Neuropsychologischer Therapie verabschiedet wird, die im Umfang gegenüber der Musterweiterbildungsordnung und den anderen Ordnungen der Landeskammern deutlich reduziert ist. Aus Sicht des Länderrats scheint es dringend geboten, die bestehenden berufsrechtlichen und sozialrechtlichen Regelungen zur Neuropsychologischen Therapie 10 Jahre nach ihrem Beginn einer ernsthaften Tauglichkeitsprüfung zu unterziehen.
Weitere Themen des Länderrats 2013: Praxiswertermittlung (Antrag beim Deutschen Psychotherapeutentag, die Interessen der jüngeren Generation bzw. PiAs zu beachten). Eine Gruppe aus dem Länderrat bereitet das Thema in Zusammenarbeit mit dem Bundes-PiA-Sprecher vor.
Kammerpolitik
Der Länderrat des DGVT-BV hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit der berufspolitischen Positionierung des Verbands sowie insbesondere innerhalb der Psychotherapeutenkammern befasst. Dabei standen das Aufgreifen landesbezogener politischer Entwicklungen, die Erarbeitung eigener politischer Standpunkte sowie die verbandsinterne Diskussion der Themen rund um die Ausbildungsreform im Vordergrund.
Stellungnahmen des Länderrats
Auf Initiative des Länderrats bzw. der Länderkonferenz / Landesgruppen sind folgende Stellungnahmen auf den Weg gebracht worden:
- Zum Praxis(ver)kauf und zur Praxiswertermittlung: Interessenausgleich zwischen Käufern und Verkäufern durch die Differenzwertmethode
- Stellungnahme zur Psychotherapie in der Kostenerstattung, insbesondere zur Umgehensweise der KV Rheinland-Pfalz mit Versorgungsdefiziten in der ambulanten Psychotherapie
Honorarverteilungsänderung verschlechtert die psychotherapeutische Grundversorgung in Schleswig-Holstein
Veröffentlichungen in den Verbandszeitschriften:
Folgende Artikel wurden in unseren Verbandszeitschriften (VPP und Rosa Beilage) durch Länderrats- / Länderkonferenzmitglieder bzw. auf deren Initiative hin veröffentlicht:
Diskussionspapier zum Thema Praxiswertermittlung (Florian Wasilewski)
Zum Praxis(ver)kauf und zur Praxiswertermittlung (Wolfgang Bürger /Kerstin Burgdorf)
Neuropsychologie als Weiterbildung – Sinn oder Unsinn?
Befugniserweiterungen für PsychotherapeutInnen (mehrere Artikel in der Rosa Beilage 1/2014 veröffentlicht)
Veranstaltungen des Länderrats
Anlässlich der Workshoptagung 2013 in Tübingen: Podium zur Versorgungspolitik und Informationen und Diskussionsangebot zur Kammerwahl in Baden-Württemberg.
Bei den Länderratstreffen steht immer auch der Austausch mit der Landesgruppe vor Ort auf der Agenda, d.h. der Länderrat beteiligt sich zumeist an einer regionalen Mitglieder-Veranstaltung, z.B. berufspolitisches Angebot für Interessierte an der NRW-Kammerwahl 2014 in Köln.
Landesgruppen, LandessprecherInnen, regionale Aktivitäten
Die Landesgruppen waren im Berichtszeitraum in vielfältiger Weise berufspolitisch aktiv. Hinzu kommen als weitere Schwerpunkte der Arbeit in den Landesgruppen die Vernetzungsangebote für Mitglieder. In den meisten Ländern werden regelmäßige regionale Mitgliederversammlungen und/oder Treffen der in den Regionen aktiven Mitglieder abgehalten. Die LandessprecherInnen versuchen soweit möglich persönliche Kontakte zu den neu in den Verein eingetretenen Mitgliedern herzustellen und verstehen sich als Ansprechpartner für die DGVT-BV-Mitglieder in der jeweiligen Region.
Exemplarisch seien nur einige wenige Initiativen genannt. Eine ausführliche Zusammenstellung findet sich in den regelmäßigen Landesberichten der LandessprecherInnen im Rahmen der Rosa Beilage.
Als Beispiel sei Niedersachsen genannt. Hier konnte die Landesgruppe eine Fortbildung zur Schematherapie bei Kindern und Jugendlichen anbieten. Der Fortbildungstag war gekoppelt mit einer regionalen Mitgliederversammlung. Das Thema Praxiswertermittlung ist ein zentrales Thema, das LandessprecherInnen und Kammer-Delegierte aus Niedersachsen bearbeiten. Die regionalen Aktivitäten (Landesgruppenarbeit, Mitgliedertreffen, Telefonkonferenzen, Austausch, regionale Themen / PKN) werden zudem unterstützt durch das Institut in Dinklar.
Die inhaltlichen Aktivitäten der VertreterInnen in den Landesgruppen und Landespsychotherapeutenkammern sind in den entsprechenden Landesberichten in der Rosa Beilage ausführlich dokumentiert.
Beteiligung an Landeskonferenzen der Psychotherapeutenverbände
In der Landeskonferenz der Psychotherapeutenverbände Niedersachsen ist der DGVT-BV durch Alexandra Klich vertreten, in Bayern durch Willi Strobl.
LandessprecherInnen
Neu als LandessprecherInnen konnten im Berichtszeitraum gewonnen werden:
Diana Will (Schleswig-Holstein), Sonia Mikula (NRW), Marijke Huven (NRW), Georg Zilly (NRW), Doris Moog (Niedersachsen).
Ihr Amt als LandessprecherIn abgegeben haben 2013: Friedemann Belz (Brandenburg), Leila Schöttner (Niedersachsen), Patrick Will (Schleswig-Holstein). Herzlichen Dank an die KollegInnen für ihr Engagement, das uns nun fehlen wird!
Landespsychotherapeutenkammern
Kammerwahlen fanden 2013 in Baden-Württemberg statt. Bei beiden Kammerwahlen konnten DGVT/DGVT-BV ein gutes Wahlergebnis erzielen und unsere Liste „VT & mehr“ ist mit insgesamt sechs Sitzen wieder in die Kammerversammlung gewählt worden. Wir konnten mit diesem Wahlergebnis unseren Einfluss in der Kammerarbeit stärken. Damit ist auch eine weiterhin zahlenmäßig stabile Vertretung durch Delegierte von DGVT/DGVT-BV beim Deutschen Psychotherapeutentag gewährleistet.
Seit Ende 2013 haben in NRW die Vorbereitungen auf die Kammerwahlen begonnen. Wir werden in NRW auf jeweils eigenen Listen in vier Regierungsbezirken sowohl für die Psychologischen PsychotherapeutInnen als auch für die Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen antreten, in Arnsberg in Kooperation mit dem bvvp. Im Regeierungsbezirk Detmold unterstützen wir das Psychotherapeutennetz.
Besonderer Dank geht an alle LandessprecherInnen, Kammer-Delegierten und aktiven Kommissions- und Fachgruppen-Mitglieder, die sich auch im vergangenen Jahr wieder intensiv für die Belange des Verbands eingesetzt haben. Von Seiten des Vorstands des DGVT-BV wurde die Länderratsarbeit durch Heiner Vogel begleitet, dem wir hierfür ebenfalls herzlich danken möchten.
Für den Länderrat: Alexandra Klich, März 2014
Die Aktivitäten in den einzelnen Landesgruppen sind den regelmäßigen Berichten in der Rosa Beilage zu entnehmen.