S3-Leitline „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“ veröffentlicht
Die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat eine neue S3-Leitlinie mit Empfehlungen zur Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen veröffentlicht. Die DGVT war an der Entwicklung der Leitlinie durch ihre Mandatsträgerin Sandra Wesenberg sowie die Stellvertreterin Irmgard Vogt beteiligt.
Die Leitlinie trägt den Titel „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“ und soll als Entscheidungsgrundlage bzw. Handlungshilfe für alle an der Behandlung, Rehabilitation und Assistenz von Menschen mit schwerer psychischer Erkrankung beteiligte Akteur*innen aus den verschiedensten Fachbereichen dienen: z. B. Ergotherapie, psychiatrischer Pflege, Künstlerische Therapien, Medizin (hier vor allem Bereiche der Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie und Nervenheilkunde), Psychologie und Psychotherapie, Sozialarbeit, Sport- und Bewegungstherapie, Genesungsbegleitung sowie erwachsene Menschen mit einer schweren psychischen Erkrankung und deren Angehörige.
Die Leitlinie verfolgt einen diagnoseübergreifenden Ansatz und bezieht erstmals ausdrücklich auch frühe Krankheitsphasen ein, in denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht. Damit soll dazu beigetragen werden, Chronifizierungen sowie belastende Auswirkungen auf Arbeit, Familie und andere Lebensbereiche zu vermeiden.
Zur Langfassung der Leitlinie: