Verabschiedung des Bundeskammerpräsidenten nach 10-jähriger Tätigkeit
Zur Verabschiedung des Bundeskammerpräsidenten, Prof. Dr. Rainer Richter, und der Vizepräsidentin, Monika Konitzer, lud die BPtK am Donnerstagabend, 23. April, in den Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus nach Berlin ein.
Nach knapp zehn Jahren an der Spitze des Vorstands der Bundespsychotherapeutenkammer trat Professor Rainer Richter bei den Vorstandswahlen nicht mehr an. Seit 2005 lenkte er die Geschicke der Kammer; 2011 wurde er für die nächste Amtsperiode wiedergewählt. Auch Vizepräsidentin Monika Konitzer kandidierte nicht mehr für die nächste Amtsperiode.
Neben Repräsentanten aus den Psychotherapeutenkammern, den Berufs- und Fachverbänden, der Gesundheitspolitik und des wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie kam zahlreiche weitere Prominenz. Da Frau Konitzer krankheitshalber selbst nicht teilnehmen konnte, geriet die Veranstaltung zu einer Abschiedsfeier für Rainer Richter, bei der seine Verdienste im Amt des Bundeskammerpräsidenten von vielen Stimmen gewürdigt wurden.
"Die Bundespsychotherapeutenkammer hat sich unter Ihrer Leitung auf bedeutende Weise weiter entwickelt", sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zum Auftakt eines Abschiedsempfangs am Donnerstagabend in Berlin.
Gleichzeitig habe Richter die gesellschaftliche und gesundheitspolitische Debatte vorangetrieben und dazu beigetragen, dass seelische Gesundheit heute etwas sei, was ohne jede Stigmatisierung Menschen dazu bringe, Hilfe und Behandlung zu suchen.
Dr. Rainer Hess, ehemals unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und heute eine graue Eminenz der Selbstverwaltung, erinnerte an die Anfänge der Bundespsychotherapeutenkammer. Die Psychotherapeutenschaft in ihrer heutigen Verfassung gibt es erst seit 1999. Damals trat das Psychotherapeutengesetz in Kraft. Auch an diesem Prozess sei Richter schon maßgeblich beteiligt gewesen.
Anerkennende Worte kamen auch von Dr. Doris Pfeiffer, der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, ebenso wie von Bernhard Morsch, der als Vorsitzender des Länderrates der BPtK die Laudatio für die Landespsychotherapeutenkammern übernommen hatte.
Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und auch ehemaliger Arbeitskollege aus der Zeit, als beide noch Mitarbeiter im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf waren, hielt eine launige Rede, die viel Anerkennung für die erfolgreiche Lobbyarbeit der BPtK ausdrückte. Für ihn ist Richter maßgeblich dafür verantwortlich, dass die 2002 gegründete Bundespsychotherapeutenkammer inzwischen wahr- und ernst genommen wird. „Er ist sympathisch, humorvoll, kompromissbereit, aber auch beharrlich in der Sache“.
"Wir sind nicht nur ein neuer Berufsstand. Wir haben auch neue Strukturen geschaffen", entgegnete Richter. Das Engagement vieler Kollegen habe bewirkt, dass die Psychotherapeuten binnen weniger Jahre einen Platz im Gesundheitssystem gefunden hätten, sagte Richter. Den Dank der Referenten nahm er gerne entgegen, fügte aber hinzu, dass die Wertschätzung sich zu wesentlichen Teilen auch an die Geschäftsstelle der BPtK unter Leitung von Frau Dr. Tophoven und viele weitere Mitwirkende im Bereich der BPtK und der Landeskammern richte, die alle ihren wichtigen Anteil an der sehr positiven Entwicklung der letzten Jahre haben.
Nach weiteren sehr persönlichen Worten von Ehefrau und Sohn, die mit Humor garniert letztlich die Ehrung abrundeten, ging der Abend zu seinem gemütlichen Teil über und Clärchens Ballhaus konnte von allen Beteiligten bestimmungsgemäß zur Feier einer langen Nacht genutzt werden.

Prof. Dr. Rainer Richter, scheidender Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Foto BPtK
Waltraud Deubert und Heiner Vogel
Quelle: Rosa Beilage zur VPP 2/2015