Welttag für Seelische Gesundheit am 10. Oktober 2008
Der Welttag für Seelische Gesundheit wurde von der World Federation for Mental Health (WFMH) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1992 ins Leben gerufen.
Mehr als jeder vierte Erwachsene in Europa leidet mindestens einmal im Leben unter einer psychischen Störung. Die am meisten verbreiteten Störungen sind Angst und Depression. Bis 2020 könnten Depressionen in den Industriestaaten zur zweithäufigsten Krankheitsursache werden, erklärte Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, auf dem Symposium "Prävention psychischer Erkrankungen: Best Practice in Europa" in Berlin im letzten Jahr. Trotz verbesserter Therapiechancen nimmt ein großer Teil der Menschen mit psychischen Erkrankungen keine Hilfe in Anspruch. Nach wie vor kommt es zu Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch Erkrankter.
Der Welttag für seelische Gesundheit will dazu beitragen, die Bürger über psychische Erkrankungen aufzuklären, Vorurteile gegenüber psychisch erkrankten Menschen abzubauen und den Ausbau von Hilfs- und Präventionsangeboten zu fördern.
Der Welttag für Seelische Gesundheit 2008 steht unter dem Motto „Seelische Gesundheit muss weltweit Priorität erhalten: Ausbau von Hilfeangeboten durch bürgerschaftliche Interessensvertretung und bürgerschaftliches Handeln“. Aktivitäten anlässlich des Welttages finden sicher auch in ihrer Region statt. Beteiligen Sie sich und unterstützen Sie diese Initiative.
Mottos für den Welttag für seelische Gesundheit:
1995: „Verbesserung der Qualität von Diensten für seelische
Gesundheit weltweit“
1996: „Frauen und seelische Gesundheit“
1997: „Kinder und seelische Gesundheit“
1998: „Menschenrechte und seelische Gesundheit“
1999: „Ältere Menschen und seelische Gesundheit“
2000 – 2001: „Arbeit und seelische Gesundheit“
Das Motto der WFMH bezog sich zum ersten Mal auf 2 Jahre
2001: „Arbeit – ehrenamtliche Arbeit – bürgerschaftliches Engagement“
2002: „Gewalterfahrung, Traumatisierung und seelische Gesundheit“
2003: „Emotionale und Verhaltensstörungen bei Kindern und
Jugendlichen“
2004: „Das Zusammenspiel von seelischer und körperlicher Gesundheit
– Doppelbelastung durch psychische und physische Störungen“
2005: „Das Zusammenspiel von seelischer und körperlicher Gesundheit
in den verschiedenen Lebensphasen“
2006: „Bewusstsein schaffen – Risiken verringern: Suizid und seelische
Gesundheit“
2007: „Migration und seelische Gesundheit“