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Berufsbild KJP / PP

Zur Kontroverse um gleichzeitige somatische und psychotherapeutische Behandlungen durch Ärzte

16. Januar 2007

Wie jeder Interessierte im Internet-Journal www.bbpp.de nachlesen kann, gibt es auf der Ebene der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) seit Februar eine Diskussion um die Frage, ob es fachlich angemessen sei, wenn (ärztliche) Psychotherapeuten bei demselben Patienten parallel zur Richtlinienpsychotherapie auch somatische Diagnostik und -behandlungsleistungen erbringen.

 

Der beratende Fachausschuss Psychotherapie hat sich zunächst sehr kritisch mit dieser Frage auseinandergesetzt. Daraufhin hat sich die Versammlung der Psychotherapiegutachter - eigentlich kein autorisiertes oder gar formell legitimiertes, zudem mehrheitlich aus Ärzten bestehendes Gremium eingeschaltet und betont, dass die Mehrebenenbehandlung ärztlicher Psychotherapeuten ohne Frage zweckmäßig sei, wenn sie nicht sogar einen deutlichen Qualitätsschub bedeuten würde. Ähnliche Stellungnahmen kamen auch von mehreren ärztlichen Psychotherapieverbänden. Der beratende Fachausschuss Psychotherapie hat (als eigentlich zuständiges Gremium in der KBV) daraufhin wieder "das Heft in die Hand" genommen und zunächst vorgeschlagen bzw. veranlasst, dass bei dieser durchaus kontrovers diskutierbaren Frage verschiedene Stellungnahmen von Experten und Fachgesellschaften eingeholt werden sollen. Nachfolgend geben wir die Stellungnahme des Ethikbeirates der DGVT wieder: